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Fragen zu Patenschaften

Ihre Fragen – unsere Antworten zur Kinderpatenschaft

 

1. Was ist die Grundlage einer Patenschaft?

Eine Patenschaft bedeutet: Hilfe ohne Bedingungen.
Sie unterstützen ein Kind und seine Familie mit einem regelmäßigen Beitrag – ohne Erwartungen, ohne Forderungen, aber mit großer Wirkung. Ihre Hilfe ist ein Zeichen gelebter Solidarität und Mitmenschlichkeit, nicht an Bedingungen geknüpft.


2. Wer sind die Kinder, denen ich helfen kann?

Unsere Patenkinder stammen aus den ärmsten Regionen der Welt. In diesen beiden Ländern ist die Not sehr groß und wir brauchen dringend weitere Patenschaften:

  • Angeles auf den Philippinen, Kinder aus den Slums

  • Nairobi, Kenia, Kinder aus den Slums

Diese Kinder wachsen unter Bedingungen auf, die für viele unvorstellbar sind:
Mini-Hütten aus Blech oder Holz, kein fließendes Wasser, keine Toilette, keine gesicherte Nahrung. Der Hunger ist immer dabei. Eine Familie mit drei Kindern lebt dort z.B. oft auf nur 9 m² – ohne jegliche soziale Absicherung.

Es gibt kein Bürgergeld, keine Sozialhilfe, keine Krankenversicherung.
Wer nichts hat, bleibt oft chancenlos – außer jemand hilft.

Dank Ihrer Patenschaft bekommen diese Kinder die Chance auf Schulbildung, gesundheitliche Grundversorgung, saubere Kleidung, regelmäßige Mahlzeiten – und vor allem: Hoffnung.

Die Lage auf den Philippinen, wie in Kenia ist sehr schlecht und wir haben hier viele Kinder auf der Warteliste, die dringend eine Patenschaft brauchen. Deshalb bitten wir Sie ein Kind aus den Philippinen oder aus Kenia als Patenkind zu unterstützen und zu fördern.

Wir haben auch Patenschaftsprojekte in Mexiko und Georgien. Diese Projekte bestehen bereits seit 2001, bzw. 2008. Die wirtschaftliche Lage in diesen Ländern hat sich mittlerweile deutlich verbessert, die politische Situation ist teilweise komplizierter geworden. In beiden Ländern ist es aber auch so, dass wir die vorhandenen Patenschaften weiterführen + Neuvermittlungen generell für die Philippinen und Kenia empfehlen, da wir dort mit den vorhandenen Patenschaftsmitteln deutlich mehr helfen und erreichen können, als in Georgien oder Mexiko. Wer trotzdem ein Kind in Georgien oder in Mexiko unterstützen möchte, weil zum Beispiel eine besondere Bindung zu dem Land besteht, kann dies aber auch tun.


3. Wie kann ich mit einer Patenschaft helfen – und was ist dafür nötig?

Mit Ihrer Patenschaft erhalten:

  • Ein Kind erhält Zugang zu Bildung, Nahrung und Hygiene.

  • Eine ganze Familie profitiert von Ihrer Unterstützung.

  • Detaillierte Informationen zu Ihrem Patenkind

  • Jährlich eine steuerlich absetzbare Spendenquittung

  • Regelmäßige Einblicke in unsere Arbeit & einen jährlichen Rechenschaftsbericht

  • Auf Wunsch: Eine persönliche Patenurkunde

  • Einladung zum jährlichen DHS-Jahrestag

  • Bei uns gibt es keine Massenpatenschaften, Sie unterstützen Ihr Patenkind und seine Familie.

    Im Detail erklärt: Für die individuelle Unterstützung Ihres Patenkindes – wie in Punkt 4 beschrieben – benötigen wir etwa 65 bis 80 Euro pro Kind/Monat.

    In der Regel hat ein Patenkind zwei, maximal drei Patenschaften. Es gibt aktuell die kleine Patenschaft. Hier kann man eine Patenschaft für 23 Euro/Monat abschließen (kleine Patenschaft, gedacht für Rentnerin oder Rentner, Studentin oder Student, auf Jobsuche, Geringverdienerin oder Geringverdiener) oder eine Standardpatenschaft (auch große Patenschaft genannt, für 33 Euro). Jede Patenschaft hilft und jede Patenschaft ist wichtig.

    Es ist aber auch möglich, die alleinige Patenschaft für ein Kind zu übernehmen. In diesem Fall sind Sie die einzige Patin bzw. der einzige Pate – wir nennen das eine Vollpatenschaft. Wenn Sie sich für eine Vollpatenschaft interessieren, freuen wir uns über Ihre formlose E-Mail an post@dhs-kinderhilfe.de. Schreiben Sie einfach, wie alt das Kind sein sollte, ob sie ein Mädchen oder Jungen unterstützen möchten und wir schreiben Ihnen zurück.

    Wir haben lange darüber diskutiert und finden diese Lösung transparent und ehrlich. Ihr Patenkind wird direkt durch Sie gestützt und gefördert und Sie können mit Ihrem Patenkind in Kontakt treten. Es gibt keine 100 symbolische Patenschaften zu einem Kind, das dann evtl. nicht mal etwas direkt erhält, weil alles in Gemeinschaftstöpfe geht. Sie unterstützen ein Kind und seine Familie direkt mit Nothilfen und einem sinnvollen Zugang zu Bildung und Entwicklungsmöglichkeiten UND das Patenkind kennt Sie und weiß wer ihm und seiner Familie hilft!

     


4. Was bekommt mein Patenkind?

Ihr Patenkind profitiert unmittelbar:

  • Regelmäßige Hilfspakete mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Schulmaterial

  • Zugang zu Bildung – Schule, Kurse (z. B. Sprache, Musik, Schach), Berufsvorbereitung ab 15 Jahren

  • Nothilfe bei Bedarf: medizinische Hilfe, Kleidung, Matratzen, Reparatur der Slumhütte

  • Teilnahme an sozialen Aktivitäten: Geburtstagsfeiern, Ausflüge, Weihnachten

Ihre Unterstützung verändert nicht nur den Alltag – sie verändert das Leben.


5. Kann ich Kontakt zu meinem Patenkind aufnehmen?

Ja, klar:

  • Briefkontakt. 4 E-Mails pro Jahr inkl. kostenloser Übersetzung sind möglich und reichen in 99% aller Fälle aus. Wer mehr schreiben möchte, kann dies auch tun, die Übersetzungskosten müssen dann übernommen werden. Post sollte in der Regel per E-Mail geschickt werden, dann geht das schnell und die Post kommt innerhalb weniger Tage übersetzt beim Patenkind an. Wer keine E-Mail hat, kann die Post vielleicht über Freunde per E-Mail weiterleiten oder einen physikalischen Brief an unser Büro in Wiesbach schicken (Deutsche Humanitäre Stiftung, Lamachstraße 40, 66894 Wiesbach, Germany). Wir scannen den Brief, übersetzen ihn und leiten ihn per E-Mail weiter. Den physikalischen Originalbrief nehmen wir beim nächsten Helferaustausch kostenfrei mit.

    Viele Patenkinder schreiben auch zu Weihnachten, Ostern oder in den Sommerferien. Das Schreiben der Kinder ist freiwillig. Wir bieten Termine zur Abgabe der Briefe an, zwingen aber kein Kind zum Schreiben. In der Regel machen bei jeder Schreibaktion ungefähr 95% der Kinder mit.

  • Besuch im Projektland: nach 1 Jahr Patenschaft möglich (generell zum Tag der Offenen Tür, der in jedem Projekt einmal im Jahr stattfindet. Individuelle Besuche sind auch möglich, hier ist eine Voranmeldung (mindestens 2,5 Monate vorher) nötig umd alles zu koordinieren. Ebenso ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis auf eigene Kosten zu besorgen und vor der Besuchszusage bei unserer Kinderschutzbeauftragten vorzulegen. Genaue Infos gibts im Büro bei unserer Frau Datashvili oder Frau Egadze.

  • Viele Patenkinder schreiben zu Weihnachten, Ostern oder in den Sommerferien.

6. Ist der Kinderschutz gewährleistet?

Absolut. Wir halten uns an strenge Kinderschutzrichtlinien:

  • Briefkontakt oder Chats nur über unser Büro – kein Austausch privater Daten (Facebook, Viber, TikTok, Whatsapp, Instagram, private Adressen, etc.).

  • Bei Projektbesuchen ist immer eine Helferin/ein Helfer der DHS oder des Sozialamtes dabei. Man kann nicht alleine mit den Kindern weg gehen.

  • Bei Projektbesuch: Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses

Kinderschutzbeauftragte: Marie Sand, Berlin


7. Was ist mit dem Datenschutz?

Wir behandeln Ihre Daten mit höchster Sorgfalt:

  • Keine Weitergabe an Dritte

  • Nur Mitarbeiter/innen, die mit der Verarbeitung der Daten beauftragt sind, haben Zugriff auf unsere verschlüsselte Datenbank
  • Löschung nach gesetzlicher Frist

  • Weitere Infos: [Datenschutz auf unserer Website]


8. Wann endet eine Patenschaft?

Eine Patenschaft endet, wenn:

  • Das Kind die Schule abschließt oder eine Arbeit aufnimmt. Das ist oftmals mit dem 18ten oder 19ten Lebensjahr

  • Das 21. Lebensjahr vollendet ist (bei Studium oder Ausbildungsberuf)

  • Das Kind oder Sie die Patenschaft beenden

  • DHS entscheidet, dass keine Hilfe mehr nötig ist oder ein Programm eingestellt wird

Eine Kündigung ist jederzeit zum Ende des Folgemonats möglich – ohne Fristen oder Verpflichtungen


9. Was passiert, wenn die Patenschaft endet?

Nach Ende der Patenschaft:

  • Wird die Patin/der Pate über das Ende der Patenschaft informiert. Die Einzugsermächtigung zur Lastschrift erlischt automatisch. Selbstüberweiser löschen ihren Dauerauftrag.
  • Wird die Unterstützung des Patenkindes und seiner Familie eingestellt

  • Können keine Briefe oder Geschenke mehr weitergeleitet werden
  • Versuchen wir, einen neue/n Patin/Paten für das Kind zu finden, insofern die Patin/der Pate kündigte.


Noch Fragen?

Wir beraten Sie gerne:
📧 post@dhs-kinderhilfe.de